Der Zorn des schwarzen Kingu

(Ein Fragment)
Teil Eins von „Die Kinder des Schusarvogels“
Kapitel I: Eine Online-Spielanleitung

>>>Herzlich willkommen, Nutzer, im Informationsmenü deines Wappenladens!
Verbleibende Zeit: unbegrenzt.
Verbindungsqualität zum Hausserver: Sehr gut>>>

>>>Suche: ZSK>>>

Der Zorn des Schwarzen Kingu (ZSK) ist ein völlig neues Spielerlebnis für jung und alt! Der Spieler schlüpft in die Rolle eines frühmittelalterlichen Recken, als betrete er ein Theaterstück, ein Theaterstück, in dem die Bühne so groß und lebendig ist, wie ein ganzer Kontinent! Angehörige aller Familien können sich entspannt dem Spielvergnügen in einer alternativen Vergangenheit hingeben und unbeschwert miteinander interagieren, was im Alltag gerade in unserer von clansinternen Querelen geprägten politischen Landschaft nicht mehr gegeben ist.

Du bist nicht von Adel, möchtest aber ebenfalls einmal in die Haut eines Helden in blinkender Rüstung schlüpfen? Auch das ist möglich, denn ZSK bietet für Teilnehmer geringeren Standes dieselbe Option wie zeitgenössische offline Bühnenspiele: Der Charakter kann sich vom Leibeigenen bis zum Stand des Schildhauptmanns hocharbeiten. Auf diese Weise erwirbt er nach und nach dieselben Privilegien, die einem Mitspieler von Stand vom Spielstart an offen stehen. Es ist sogar möglich, Seite an Seite mit dem Herrn deiner Gefolgschaft (siehe Kapitel „Gefolgschaften gründen/beitreten“) gegen den Schwarzen Kingu persönlich ins Feld zu ziehen. Wer diesen als erster besiegt gewinnt das Spiel, aber seid gewiss, dass wir eine Herausforderung daraus gemacht haben, die euch über einen ganzen Zyklus beschäftigen wird!
Das Beste daran ist, dass ihr euch jederzeit auf höchstmöglichen Service und technischer Sicherheit verlassen dürft, weil ZSK direkt auf dem Hausserver abläuft und auch die Spielstände dort verbleiben.

Genre: Bühnenspiel
Verkaufsversionen: Eine einzige für alle Stände
Vertrieb: Auf Datenträger oder an jedem Wappenladenterminal
Spieler: 1 bis 3
(3 Charaktere pro gekauftem Spiel; Jeder weitere Charakter 10% des Verkaufspreises, im Haushalt des Kunden lebende Minderjährige können kostenlos einen nicht gegen das Limit von Spielfiguren zählenden Charakter pro Kind
anlegen)
Preis: einmalig 10 Nê plus die Kosten für den Gebrauch des Hausnetzes

Spielhintergrund

In mythologischer, atmosphärisch ans frühe Mittelalter angelehnte, Zeit angesiedelt, versetzt ZSK den Spieler in die Jahre nach dem Sieg über Tiamat. Das Land wird von ihren noch immer umherstreifenden Monsterhorden bedroht und muss erst wieder mühsam rekultiviert werden bzw. von diesen Monstern gesäubert werden. Dieser Aufgabe können sich nur alle Bewohner gemeinsam stellen. Der Spieler schlüpft in die Rolle eines Adligen oder Untertanen des Alim-Clans, doch der Patriarch lebt weit fort und greift nur durch die Auslobung besonders lukrativer (und fordernder) Questen in den Spielverlauf ein. Während des Kampfes gegen immer gefährlichere Monster in immer abgelegeneren Regionen werdet ihr Arbeiter und Waffenknechte um euch scharen, die das von euch befreite Land urbar machen. Mittels der auf diese Weise erwirtschafteten Profite rüstet ihr euch besser aus und könnt stärkere Gegner bezwingen, um schließlich bereit zur Konfrontation mit Tiamats im Krieg feige geflüchteten Favoriten Kingu zu sein – wenn ihr denn erst einmal sein Versteck ausfindig gemacht habt!

Das Spiel als soziales Erlebnis

Bühnenspiele sind Gesellschaftsspiele, daher haben wir höchstmögliche Anstrengungen unternommen, ZSK zu einem Erlebnis für die ganze Familie, ja, den gesamten Hausstand zu machen. Die Grundversion des Spiels ermöglicht es bereits drei Spielern, sich von beliebigen Terminals oder privaten Rechnern aus in der Spielwelt frei zu bewegen und alle Funktionen zu nutzen, darüber hinaus fallen keine Kosten für mitspielende Minderjährige an. Sind eure Kinder noch unter 150 Jahre alt, werden Einloggversuche mit diesen Gratischarakteren nur dann akzeptiert, wenn auch ein auf dieselbe Spielversion registrierter Erwachsener gerade im Spiel aktiv ist. Auf diese Weise könnt ihr die Spielaktivitäten eurer Erziehungsbefohlenen leicht kontrollieren. Beachtet bitte, dass diese Altersprüfung nur im Rahmen der Benutzung von Gratischarakteren durchgeführt wird!
Desweiteren schart jeder adlige Spieler, der es mit dem Kampf gegen den Schwarzen Kingu ernst meint, im Laufe des Spiels eine Schar von Gefolgsleuten um sich. Wer weiß, vielleicht ist ja der Sanitäter, der dir gestern Abend blutstillende Kräuter aufgelegt hat, in Wirklichkeit dein Hausmädchen? Wie in einem richtigen Theaterstück ist es nämlich auch in Bühnespielen möglich, für die eigene Spielfigur das jeweils andere Geschlecht zu wählen.

Das Spiel als lehrreiches Erlebnis

Bühnenspielen wird oft nachgesagt, dass sie sich zu sehr in der Darstellung und Vermittlung historischen Wissens ergingen und der Spielspaß darunter leide. ZSK hat kein vordergründiges Bildungsanliegen. Die Welt ist fiktional, die Eigenschaften von Waffen und Rüstungen auf Spielbarkeit ausgerichtet und die Warenkreisläufe stark vereinfacht. Der Fokus liegt eindeutig auf spannenden Schlachten und sozialer Interaktion. Bedenkt aber dies: Vielleicht wird euch ja gerade die am Vorabend im Spiel angewandte Taktik zwölf Stunden später helfen, die Züge eures Konkurrenten auf dem Weltmarkt zu durchschauen!

Charaktere
>>>anlegen>>>

Nach der Anmeldung auf dem Hausserver findet ihr eine Reihe (mindestens 3) von Schilden im Kaminzimmer der das Hauptmenü darstellenden Burg. Art und Zierrat der Schilde kennzeichnen den Typ des jeweiligen Slots: Adliger oder Gemeiner sowie Standartcharakter, Gratischarakter für Kinder, Gratischarakter für Jugendliche oder zugekaufter Standartcharakter. Klickt auf einen der Schilde, um ihm ein Portrait aus der spielinternen Datenbank oder von eurem eigenen Rechner hinzuzufügen, wählt das Geschlecht und den Vornamen für eure Spielfigur!
Ihr werdet nun in den Charaktererstellungsbildschirm weitergeleitet, wo euch je nach Stand verschiedene Charakterklassen und je nach Geschlecht bestimmte Modifikationen der Spielwerte offen stehen. Das reale Alter eines Spielers hat keine Auswirkungen auf die Spielwerte oder das Aussehen der Figur. (Ausnahme: Gratischaraktere unter 150jähriger, diese erscheinen auch wirklich als Kinder in der Spielwelt. Alle anderen starten als junge Erwachsene.)

Tipp: Es empfiehlt sich, ZSK mit einem Passwort zu schützen. Versäumt ihr das, seid ihr selbst schuld, wenn eure minderjährigen Sprösslinge sich einen Charakter in den Standartslots anlegen und auf diese Weise die Spieldauerprüfung umgehen!

„Haha“, lachte Churan. „Das war ja gerade eben eher ein Tipp für uns, als für euch, was, Vati?“
Der Erwachsene musste ebenfalls schmunzeln.
„Willst du dieses Spiel denn haben?“ erkundigte er sich bei seinem Sohn. „Du weißt, dass wir noch nicht wieder genug Geld haben, um uns ein kürzlich erst erschienenes Bühnenspiel UND schickere Wappen zu leisten.“
Der Annunakijunge schaute sich um, ob wohl jemand im Geschäft mitanhören konnte, was er zu antworten hatte. Erst nachdem Churans Prüfung auf Mithörer also negativ ausgefallen war, sagte er: „Wo du nun wieder arbeitest, möchte ich lieber das Spiel. Dann haben wir etwas, das wir wenigstens noch abends zusammen tun können. Und wenn deine Arbeit mal richtig Scheiße sein sollte, kannst du dich drauf freuen.“
„Und wenn dich die Jungs in der Schule wieder schief angucken?“
Da „dann gehe ich eben nicht mehr hin und wir sparen das Schulgeld“ definitiv kein seine Eltern überzeugendes Argument darstellte – Churan hatte es mehrfach ohne Erfolg ausprobiert – antwortete der Junge: „Ein Junge ist ein Junge und muss lernen, den anderen auch mal eins auf die Nase zu geben!“
Danach vertiefte er sich wieder in den auf dem Terminal des Wappenladens ablaufenden Text.

>>>erstellen>>>

[Drucken]

>>>ersetzen>>>

Stirbt ein Charakter, wird der entsprechende Slot wieder freigegeben, so dass eine neue Spielfigur angelegt werden kann. Ihr bezahlt also genaugenommen nicht für die Charaktere selbst, sondern für das Recht, eine bestimmte Anzahl Spielfiguren zu besitzen.

>>>befördern lassen>>>

Voraussetzung für eine Beförderung ist ein Charakter der 20. Stufe. Gemeine müssen außerdem Mitglied einer Gefolgschaft sein, um befördert zu werden.

Adlige werden auf dieser Stufe zum Ritter geschlagen und dürfen Gefolgschaften gründen.
Voraussetzung für einen Ritterschlag ist neben dem Erreichen der 20. Stufe der Besitz von Trophäen eigenhändig besiegter Monster im Wert von 50000 Punkten. Bevor der Ritterschlag nicht vollzogen wurde, kann der Charakter nicht auf die 21. Stufe aufsteigen. Wenn ihm nur noch ein Erfahrungspunkt zur 21. Stufe fehlt, verfallen alle danach erworbenen Erfahrungspunkte, bis der Ritterschlag verdient wurde!

Gemeine der 20. Stufe dürfen beim (vom Spiel gesteuerten) Sukkallu ihrer Gefolgschaft einen Antrag auf den Rang des Schildoffiziers stellen. Voraussetzung dafür sind drei Fürsprachepunkte, wobei die Stimme eines Ritters einen, die eines Adligen unterhalb der 20. Stufe einen halben und die eines Adligen oder Ritters, der nicht Mitglied in derselben Gefolgschaft ist, nur einen viertelsten Punkt beisteuert. Nach Antragstellung vergeht eine gewisse Zeit, bis ihr eure neuen Privilegien in Anspruch nehmen dürft.
Mit der Beförderung wird das Aussehen eurer Spielfigur von „junger Erwachsener“ oder „Kind“ auf „Erwachsener“ angepasst. Spieler, welche die maximal mögliche Erfahrungsstufe von 50 erreichen, werden in einem 2. Alterungsschritt zu „Veteranen“. Die Alterung wirkt sich ausschließlich auf das Aussehen, nicht auf die (bereits durch die Stufe verbesserten) Spielwerte aus!

>>>entwickeln>>>

Die einzigartige Dynamik von ZSK beruht wie im wahren Leben auf zwei Säulen: Macht und Reichtum. Beide bedingen sich in unterschiedlichster Weise, die wir für das Spiel in folgender Art und Weise abstrahiert haben:

Kampferfahrung
Durch erfolgreich bestandene Kämpfe verdienen sich die Recken jeglichen Standes Erfahrungspunkte. Überschreiten diese bestimmte Schwellenwerte, Stufen genannt, schlägt sich das in erhöhter Lebensenergie (gewissermaßen die Zahl an Wunden, die ihr nehmen könnt) und Ausdauer (zur unermüdlichen Anwendung von Kampfmanövern benötigt) nieder. Alle weiteren Vergünstigungen einer neuen Stufe (Verbesserung von Manövern, Erlernen neuer Manöver u.s.w.) müssen erst bei Lehrmeistern für bare Münze erworben werden. Diese vom Spiel gesteuerten Lehrmeister findet ihr entweder auf Höfen, in Burgen oder einer festen Route folgend in der Spielwelt.

Durch Kämpfe lassen sich allerdings keine Münzen verdienen. Habt ihr eine Gegend von Monstern befreit, schaut euch nach deren Lagern um! Dort findet ihr zuweilen Beute in Form der Ausrüstung von den Monstern getöteter Charaktere. Rüstet ihr euch auf diese Weise neu aus, könnt ihr natürlich eure nicht mehr benötigte alte Ausrüstung verkaufen oder an Freunde und Gefolgsleute weitergeben.
Solltet ihr selbst fallen, wird die Ausrüstung eures Charakters in eine Lagerstätte transferiert (Tod durch Monster) oder verbleibt an Ort und Stelle (Tod durch Mitspieler, wilde Tiere, Fallen, Wettereffekte etc.)

Silber
Ressourcen und Fertigprodukte verschiedenster Art können gegen Bares verkauft werden. Ihr werdet feststellen, dass sich auf diese Weise erkleckliche Summen verdienen lassen. Ohne genügend Silber werdet ihr bald mit für eure Erfahrungsstufe viel zu schlechten Waffen und nicht genug Heilmitteln dastehen.

Leider erhalten die Spielfiguren durch Landwirtschaft und Handwerk keinerlei Erfahrungspunkte. Ihr müsst euch also jeden Tag aufs Neue entscheiden, welcher der beiden Säulen ihr Priorität zumesst.

Spieltipp: Es kann sich lohnen, eure Gemeinen einmal mit durch eine Questreihe zu ziehen und sie auf diese Weise mit Erfahrungspunkten zu versorgen. Auf der fünften Stufe kann ein Gemeiner nämlich das profitable Talent „Bergbau“ erlernen. Vorher ist es diesen Charakteren unmöglich, in den monsterversuchten Minen zu überleben.
Der Zugang zu einer Erzader wird eure Waffen- und Rüstungsproduktionskosten drastisch senken – und mit etwas Glück findet ihr seltene, bei Händlern nicht erhältliche, Materialen, die für hochkarätige Legierungen geeignet sind! Vergesst aber nicht, von euch beanspruchte Adern entsprechend durch Fallen oder gut ausgerüstete Gefolgsleute höherer Stufen vor dem Zugriff eurer Konkurrenten zu sichern!

Gefolgschaften
>>>gründen>>>

Nutzer! Du verfügst nicht über den notwendigen Titel, um diese Seite einzusehen.

>>>beitreten>>>

Einer Gefolgschaft tritt man durch Einladung oder Bitte um Aufnahme bei. Voraussetzungen und Regeln dafür gestalten die Spieler selbst. Du kannst mit jedem Charakter nur in einer einzigen Gefolgschaft Mitglied sein, also überlege dir gut, für welche du dich entscheidest!

Kapitel II: Aus dem Spielertagebuch des Churan Alulim

Tag der Vermessung (Tag 0)

Vati hat jetzt wieder Arbeit, also sind wir zum Wappenladen gegangen, um unsere peinlichen Billigteile von Wappen zu ersetzen. Eigentlich wollten wir jeder einen Ring mit unserem Hauswappen drauf haben, aber sie hatten da gerade ein neues Computerspiel, das haben wir uns stattdessen gekauft.

Tag des Endes (Tag 1)

Vatis wöchentlichen freien Tag hat er so gelegt, dass er nach dem Stress am Messetag die Füße hochlegen kann. Daher haben wir uns heute bei ZSK angemeldet. Ich spiele wie im richtigen Leben den Sohn, so richtig als kleiner Junge, und als Kittel habe ich mir den ausgesucht, der so aussieht, als hätte seine Mutter den einem Kettenhemd nachempfunden.
Mutti war leider nicht dazu zu bewegen, auch mitzuspielen. Na ja, sie hätte dazu ohnehin aus dem Haus gehen müssen, weil es furchtbar unübersichtlich wird, wenn mehr als zwei Spieler am selben Rechner ihre Infobalken über den Bildschirm verteilen. Und das wäre ja blöd, sich zu trennen um zusammen zu spielen.
Vati und ich haben in der Startregion Holz für eine Hütte gesammelt, waren aber vorher so klug, von unserem Starkapital Werkzeuge zu kaufen. Mit diesen improvisierten Waffen haben wir uns der wilden Tiere erwehrt. Leider können wir sie nicht verwerten, weil wir beide Bauern spielen und noch keine Kürschnerfertigkeit besitzen. Vati hat es trotzdem versucht, war das ein Matsch, was da übrig blieb! Seine Arme waren fünfzehn Minuten lang so blutig, ich denke, das wird er nicht noch mal versuchen.
Das Grenzergefühl ist wirklich prima, wir bauen uns alles aus dem Nichts auf. Morgen werden wir die ersten Felder anlegen und mal gucken, was Saatgut kostet.

Tag des Anfangs (Tag 2)

Vati ist immer noch nicht wieder zuhause. Ich habe ZSK angestellt und bin auf den Markt gegangen. Dort habe ich ein paar Früchte verkauft, die wir gestern im Wald noch gefunden hatten. Saatgut ist verdammt teuer! Ich denke, ich warte lieber auf Vati, dann gehen wir in die Ebene und sammeln dort wildes Getreide. Ich habe jemand getroffen, der hat mir eine Tabelle geschickt, wo man sieht, in welchen Schritten man gesammeltes Korn allmählich hochzieht, bis es so gut ist wie Kulturgetreide.

Tag des Stieres (Tag 3)

Vati hat angerufen, er kommt heute wieder später. Ich soll noch nicht mal mit den Hausaufgaben auf ihn warten!

Tag des Gipfels (Tag 7)

Vati hat mir gesagt, dass er die nächsten Monate über immer erst so spät zuhause sein wird. Die gute Nachricht ist aber, dass die zusätzliche Zeit sogar bezahlt wird: er bekommt den zwölften Teil seines normalen Gehalts für die Überstunden!
Ich habe einen neuen Charakter für ZSK erstellt, weil ich ja nun alleine weiterspielen muss. Es ist ein junger Erwachsener, er heißt Ymir-urta und hat rote Haare, genauso wie Ninusch aus unserer Straße.

Tag der Dämme (Tag 8)

Keine Hausaufgaben heute, weil so viele von uns helfen, das Sportfest für die Kleinen vorzubereiten. Da kann ich ja mal Ymir-urta antesten!

Mann, ist das hart! Das Startgebiet ist total überfüllt, du findest einfach keine Ressourcen mehr im Wald. Also habe ich mich weiter vorgewagt und einen Flecken Land gefunden, wo ich in Ruhe loslegen kann. Überall um meine Hütte herum streunen wilde Tiere, aber ich habe noch kein Monster gesehen, also wird das wohl in Ordnung gehen.

Tag der Gründung (Tag 9)

Als ich die Saat ausbringen wollte, hat sich ein Schwarm Krähen auf mich gestürzt. Die haben nicht mal gewartet, bis die Körner im Boden waren! Weil ich schon vom Sammeln ein paar Blessuren hatte, bin ich weggelaufen, bis die Mistviecher mir nicht mehr gefolgt sind.
Während ich mich ausruhte, habe ich einem Schwertkämpfer zugeschaut, wie er Wildschweine platt gemacht hat. Die konnten ihm überhaupt nichts mit ihren Hauern, weil sein Blech fast alles an Schaden abgehalten hat!
Danach ging es mir wieder besser und weil der Adlige die Gegend gesäubert hatte, konnte ich noch ein paar Beeren und Pilzfahnen aufsammeln.

Tag der Wolken (Tag 10)

War auf dem Markt und habe die Beeren verhökert. Ein anderer Spieler hat mir die Pilzfahnen abgekauft. Er sagt, da kann man ab der dritten Stufe gute Kleidung draus herstellen. Spinnen könnte ich auch schon auf der ersten Stufe lernen, aber die Ausrüstung dazu ist ziemlich teuer.

Tag des Regens (Tag 11)

Auf dem Weg zurück zu meinem Land haben mich Wildschweine zerpflückt. Wie konnte ich nur vergessen, dass die natürlich jeden Tag wieder eingesetzt werden?! Schnell eine neue Figur erstellt, diesmal einen Handwerker. Er heißt auch wieder Ymir-urta, weil der Name ja mit dem Tod des Bauern wieder frei geworden ist.

Das war lustig! Ich habe überhaupt nichts im Spiel gemacht, nur mit Leuten in der Kneipe (das heißt hier Taverne) gesessen und Milch getrunken. Weil die keine Vorteile im Spiel bringt, ist sie kostenlos, aber mit Silber ich hätte ALLES bekommen können. Die wissen ja alle gar nicht, dass ich kein Erwachsener bin!
Dann haben wir zwei Adligen beim Duell zugeschaut. Das sah viel eindrucksvoller aus, als in echt! Die Adligen in unserer Stadt sind oft Anfänger ohne echtes Können und Karten für die Ligaspiele sind zu teuer, da kommt man nicht rein.

Tag der Vermessung (Tag 12)

Als Handwerker hat man´s noch schwerer, weil alles Werkzeug und Großgerät (so heißt die Kategorie im Kaufmenü) irrsinnig teuer ist! Also spiele ich Ymir-urta wie einen Bauern, ich gehe sammeln. Ich habe aber eine Wildfalle gebaut aufgestellt, mal sehen, ob was reinläuft.

So ein Mistkerl hat meine Fall geplündert! Wenn ich könnte, dem würde ich aber eine überbraten! Leider ist der Dieb feige weggerannt und in der Stadt können sich Spieler nicht gegenseitig angreifen, wenn sie nicht gerade Duelle austragen.

Tag des Endes (Tag 13)

Meine Fallen zahlen sich langsam aus. Ich muss aber aufpassen, dass mein Tugendbalken wegen der Wilderei nicht zu sehr sinkt, sonst sind die spielgesteuerten Wachsoldaten ganz schnell hinter mir her.

Tag des Anfangs (Tag 14)

Das war´s. Ymir-urta der Jüngere sitzt im Kerker und kann zweihundert Tage lang nicht mehr gespielt werden. Jetzt weiß ich auch, was es mit dem Richtblock auf dem Markt auf sich hat. Bei der Verhaftung hat mich das Programm nämlich gefragt, ob ich das Urteil akzeptiere oder die Axt wähle. Das ist deswegen, wenn ein Spieler drei Figuren im Kerker hat, dann könnte er ja gar nicht mehr weiterspielen, also darf er einen Slot freimachen, indem er einen seiner Charaktere hinrichten lässt. Habe ich aber noch nie im Spiel gesehen.

Tag des Stieres (Tag 15)

So, ich habe jetzt meinen vierten Charakter angelegt, nämlich eine junge Frau! Ich brauche unbedingt die Fürsprache eines Adligen, damit Ymir-urta offiziell bei dem als Jäger arbeiten darf, wenn er entlassen wird. Na, und welcher Erwachsene kann schon so einem hübschen Gesichtchen wie dem von meiner Aja der Vierhundertachtundsiebzigsten etwas abschlagen? (Die Zahl habe ich mir einfach eo ausgedacht, weiß nicht, wie viele Ajas es im Spiel wirklich gibt.)
Ich habe auch tatsächlich jemand gefunden, der für seine Gefolgschaft geworben hat. Jeder, der wollte, war sofort drin und wir sollen uns morgen am Ortsausgang treffen.

Tag der Ziegelsteine (Tag 16)

Der Herr Ritter hat uns heute mit raus genommen, in eine Gegend, in der ich noch nie war. Er hat vorher jedem einen Dolch in die Hand gedrückt, den sollten wir verkaufen, wenn wir schon was besseres hätten. Hatten aber nur die wenigsten. Ich hatte bisher nur eine Schleuder, jetzt kann ich auch in den Nahkampf gehen. Aber ich werde mich hüten, das in dieser Gegend zu machen, die ist so gefährlich, da haben wir schon auf dem Hinweg zwei Leute verloren!
Der Ritter will hier ein Dorf anlegen. Bevor wir uns auf verschiedene Aufgaben spezialisieren, bearbeiten wir alle gemeinsam die Felder. Wenn so viele mitmachen, werden wir bald einen Haufen Geld haben und dann ist auch Großgerät kein Thema mehr.

Tag der Hand (Tag 17)

Das ist so langweilig! Den ganzen Tag bloß Feldarbeit! Feld aufhacken, Samen rein, düngen, Stunde was anderes machen (also noch mehr Felder aufhacken), pflücken, eventuell Samen in alchemistisches Gebräu legen, damit er besser wird und wieder aussähen.
Wenn du sagst, du hast keine Lust mehr, machen dir die anderen die Hölle heiß, du wolltest nichts tun und am Ende nur abstauben. Der Herr Ritter hat den Streit gehört und ein Machtwort gesprochen: wer sich vor ein Uhr ausloggt, darf nicht mehr in der Gefolgschaft bleiben.
Ich habe den ganzen Tag über nicht einen Kampf spielen können. Immer, wenn ein wildes Tier angreift, macht das der Ritter selber weg. Habe das Blattläuse – Klatschen – Minispiel ausprobiert, aber es bringt keine Erfahrungspunkte. Hoffentlich ist es bald um Eins…

Tag des Feuers (Tag 18)

Heute hat der Herr Ritter, der übrigens sehr nett ist, einen von uns rausgeworfen. Eine halbe Stunde später kam dann ein Neuer vorbei und wollte Mitglied werden, aber der Ritter hat es ihm verboten, weil er vermutet hat, es sei derselbe, den er rausgeschmissen hatte, mit einem anderen Charakter. Die Ablehnung war eigentlich ein Todesurteil. Anfänger gelangen nur mit Glück zu uns raus (zur Belohnung ist der Boden hier besser). Den Rückweg in die Zivilisation schafft der nie!
Ich hatte Streit mit Vati, weil ich wieder bis um Eins gespielt habe und ihm das zu lange ist. Ich soll den anderen gefälligst sagen, dass ich noch ein Kind bin und früher aufhören muss. Aber wenn die mir nun nicht glauben?

Tag des Gipfels (Tag 19)

Heute haben wir eine riesige Ernte eingefahren, weil mittlerweile jeder mit dem besten Saatgut arbeitet. Zwei Freunde des Ritters, Adlige unterhalb der 20. Stufe, haben die Sachen übernommen und in die Stadt gebracht. Ich habe jetzt vier Tage lang keinen einzigen Erfahrungspunkt erhalten und mich nicht in der Stadt rumtreiben können. Man kommt von hier ja nicht weg, wenn kein hochstufiger Charakter einen mitnimmt. Es ist einfach zu gefährlich.
Ich habe den Herrn Ritter wegen Ymir-urta gefragt und er hat gesagt, mal sehen. Wegen der anderen Sache habe ich mich noch nicht getraut.

Tag der Dämme (Tag 20)

Heute haben der Ritter und seine beiden Freunde die Hälfte von uns mitgenommen und sind tiefer ins Gebirge vorgedrungen. Als wir dort ankamen, hatte ich mit einem Mal nur vom Zugucken die sechste Stufe erreicht! Die Adligen haben uns dann gegen Tausendfüßler und anderes Kleinzeug in einer Höhle kämpfen lassen und die beiden, die dabei am schnellsten auf die 7. Stufe kamen, haben von ihnen die beste Ausrüstung bekommen, die man als Gemeiner anlegen darf. Der Rest von uns sollte Bergbau lernen und wer das nicht wollte, würde auf ewig in der Höhle versauern, weil es in den Bergen noch gefährlicher ist als auf dem Hof.

Tag der Gründung (Tag 21)

Ich bin Bergmann geworden. Von dem Gewinn aus unserer Feldarbeit habe ich noch nichts gesehen. Vati kommt erst spät in der Nacht, also ist es heute auch kein Problem, wieder bis um Eins im Spiel zu bleiben. Ein Kumpel aus der Gefolgschaft hat mir erzählt, dass die unten im Tal auf unserem alten Hof jetzt anfangen, ihre eigene Taverne zu bauen. Das würde ich gern sehen! Aber die Freunde unseres Ritters reagieren nicht auf Ansprache. Wir sollen uns mit Fragen an die beiden Bewaffneten wenden. Nur wissen die auch nicht mehr als wir und wollen eigentlich nur schnell die 20. Stufe erreichen. Aber wenn man erst mal auf der zwölften ist, geht es nur noch ganz langsam weiter, habe ich in der Spielanleitung gelesen. Wenn sie weiterhin nur im Bergwerk Dienst tun, werden sie wohl sehr, sehr lange an ihrer Beförderung arbeiten müssen.

Tag der Wolken (Tag 22)

Ich habe keine Lust mehr auf Bergmann spielen! Heute habe ich das Bauernkind von ganz vom Anfang geladen und bin in der Stadt spazieren gegangen. Mutti hat sich nämlich gleichzeitig mit Vatis Charakter eingeloggt, den dann aber einfach in einem leeren Lagerhaus stehen lassen und ihre beste Freundin angerufen, während ich gespielt habe.
Einmal bin ich richtig zusammengezuckt, als ich einen der Adligen aus unserer Gefolgschaft gesehen habe. Aber der hat mich nicht erkannt.
Ich habe ein paar Anfängern beigebracht, wie man einen Acker bestellt und wir waren im Gelände so Zeugs sammeln und Stechinsekten zerklatschen. Morgen wollen wir uns wieder treffen.

Tag des Regens (Tag 23)

Ich habe mich heute nicht getraut, den Computer anzumachen. Wie werden die Leute aus der Gefolgschaft reagieren, dass ich mich vorgestern nicht abgemeldet habe? Ich schätze, ich bin eh draußen.

Tag der Vermessung (Tag 24)

Die Leute vom Tag der Wolken waren heute alle wieder da. Gestern nur einer, nämlich Köhler-Gibil, aber der war nur kurz im Spiel und ist dann wieder gegangen. Ich habe also überhaupt nichts verpasst!
Wir sind zusammen auf größeres Getier los und jetzt alle auf der zweiten (ich auf der dritten!) Stufe.
Meine neuen Freunde sind Köhler-Gibil, Xipe-martu, Klon-Aja und ihre Cousine Klein-Aja sowie Tishu Wolfszahn.

Tag des Endes (Tag 25)

Xipe-martu hat angerufen, ob wir nicht alle ein Handwerk lernen wollten, jeder ein anderes. Es können nämlich nicht von uns alle jeden Tag spielen und wenn mal nur ein oder zwei da sind, stellen die eben was her. Wir wollen uns einmal im Monat verabreden, um große Kämpfe zu bestreiten. Ich habe gesagt, das ist eine gute Idee, aber ich bleibe Bauer, weil, das muss ja auch einer machen und eigentlich spiele ich ja den Ymir-urta (wenn er wieder frei ist).

Tag des Feuers (Tag 30)

Ich habe Aja 478 geladen. Es hat keinen Ärger gegeben, dass ich solange weg war, denn in der Mine brauchen sie derzeit jeden Helfer, den sie kriegen können. Die anderen sind geduldiger als am Anfang. Sich hochzuarbeiten dauert nun mal lange, sagen sie, das sei wie im richtigen Leben. Nur, dass sie es dort nie bis zum Hochgelehrten oder Offizier schaffen würden.
Es ist nur, im echten Leben will ich das ja gar nicht. Ich möchte aber den Schwarzen Kingu mit besiegen!

Tag des Endes (Tag 37)

Heute haben wir uns alle wiedergetroffen und sind jagen gegangen, ich, Xipe-martu und die anderen. Monster und Wildtiere zu besiegen ist zum Glück keine Wilderei.
Wir wollten eigentlich in der Stadt nur noch schnell was verkaufen und dann aufhören, als plötzlich bei Klon-Aja eine Queste auftauchte. Die hat sie angenommen und wir haben die Zeit ein bisschen überzogen, aber es hat sich gelohnt. Wir haben im Keller unter der Taverne Ratten erledigt und als wir hochkamen, hat das Programm die gelöste Aufgabe erkannt. Alle spielgesteuerten Figuren haben uns zujubelt. Ein paar von den Spielern auch und ein Adliger auf unserer Stufe hat uns eine Runde Branntwein ausgegeben. Der steigert Mut und Stärke, aber wir hatten nichts mehr davon, weil wir dann alle doch ziemlich kaputt waren und uns ausgeloggt haben. Hehe, morgen ärgere ich Vati mal und sage ihm, dass ich zum ersten Mal Branntwein getrunken habe. Wenn er dann richtig tobt, sage ich ihm, dass es nur im Spiel war… Er muss dringend mal was zu lachen bekommen!

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Tag des Endes

Heute haben wir unser erstes Monster erlegt! Die Trophäenpunkte sind in unseren Charakterprofilen ausgegraut, weil wir die falsche Charakterklasse haben. Aber ist es herrlich, zu wissen, wie viele Punkte man hätte, wäre man ein richtiger Kämpfer!

>>>Vorspulen>>>

Tag der Regens

ZSK ist jetzt ein richtiger Teil meines Lebens, wie der Bastelkurs. Vati ist zufrieden, dass ich nur einmal in der Woche spiele, dafür darf ich auch jedes Mal richtig lange. Heute war er mal wieder mit seinem Bauern mit mir in ZSK unterwegs. Ich habe ihm gezeigt, wo wir letzten Monat das tollwütige Muschuschu getötet haben und wir haben uns wilde Pegasi gefangen. Als Bauern können wir zwar „Tiere zähmen“, aber wir hatten das beide nur auf niedrigen Stufen, also haben die uns bald wieder abgeworfen.
Übermorgen gehe ich wieder mit den anderen auf Jagd.
Von den Leuten aus meiner Gefolgschaft habe ich schon lange nichts mehr gehört.

>>>Vorspulen>>>

Tag der Hand (Tag 215)

Ymir-urta ist heute aus dem Kerker entlassen wurden. Ich werde ihn bald den anderen vorstellen und auch ab und zu mal solo spielen, aber mein Bauerkind ist mir mittlerweile lieber.
Wir haben jetzt die bestmögliche Ausrüstung für Gemeine und auch die, die gestorben sind und neu anfangen mussten, passen mittlerweile wieder stufenmäßig zu den anderen. Eigentlich würde es jetzt Zeit, uns einer Gefolgschaft anzuschließen, um Landsknechte zu werden, finde ich!

Tag des Endes (Tag 223)

Xipe-martu hat etwa Verrücktes vorgeschlagen: Wir sind doch im Prinzip auch eine Gefolgschaft und daher wollte er im Wappenladen anfragen, ob das nicht auch ginge, uns als eine zu registrieren. Klon-Aja hat sich daraufhin ohne Abschiedsworte ausgeloggt. Sie hatte wohl gehofft, bald mit einem schnuckligen Edelmann zusammen spielen zu können…

Tag des Anfangs (Tag 224)

Xipe-martu wollte uns heute aus dem Spiel heraus Bescheid geben, aber er ist nicht gekommen.

Tag der Gründung (Tag 231)

Ich werde übermorgen doch auf Ymir-urta umsteigen müssen. In der Zeitung stand nämlich, dass zu viele Kinder den Trick mit dem „Elternteil-in-die-Ecke-stellen-und-was-ganz-anderes-machen-lassen“ ausprobiert haben. Jetzt gibt es alle möglichen Aktivitätsabfragen, um so etwas in Zukunft zu verhindern. Na ja, mit Hilfe meiner Freunde ziehe ich den Y-a auch schnell hoch. Das ist ein Standartcharakter, da juckt es keinen, ob Papa oder Mama auch wirklich brav mitspielt.

Tag des Endes (Tag 233)

Ich kann mein Bauernkind nicht mehr finden! Von einem Datenverlust auf dem Hausserver hätte man doch was gehört?!
Also bin ich erst mal mit Ymir-urta ins Spiel. Ein Fremder ist auf mich zugekommen und hat behauptet, der Köhler-Gibil aus unserer Beinahe-Gefolgschaft zu sein. Er hat mich gefragt, ob ich wisse, wo die anderen seien und gemeint, Köhler-Gibil ließe sich angeblich nicht mehr laden. Obwohl mir dasselbe passiert ist, habe ich so getan, als wisse ich nicht, vom wem der Fremde spricht. Mutti hat mir das nämlich geraten, als ich ihr vorhin mein Problem erzählt habe.

Tag des Anfangs (Tag 234)

Ich musste heute nach der Schule zur Stadtwache mitkommen. Es hat sich herausgestellt, dass der Xipe-martu ein gefährlicher Verbrecher ist und die wollten alles über ihn wissen. Ich habe den Polizisten gesagt, dass unsere ZSK – Charaktere weg sind und ob dass auch Xipe-martus Werk sein könnte? Der Gardist meinte „Ja, schon möglich“, aber im Äther habe ich gesehen, dass er das nicht wirklich glaubt. Wahrscheinlich sind dem unsere Spielfiguren einfach nicht wichtig genug. Immerhin wollte X-m das Haus stürzen oder so was.
Ich spiele aber trotzdem weiter.

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Tag der Ziegelsteine (Tag 560)

Ich bin als Ymir-urta weit raus in die Wildnis gegangen und habe mir ein Bier in der Taverne gegönnt, genau in der, wo Aja 478 die ersten Felder angelegt hat. Inzwischen ist das ein richtiges kleines Dorf geworden. Der Herr Ritter war auch da und war sehr beeindruckt, dass es jemand alleine hierher geschafft hat. Er hat aber gedacht, ich könne ein Spion sein und da habe ich alles auf eine Karte gesetzt: „Es gibt eine Möglichkeit, herauszufinden, ob ich für eine andere Gefolgschaft arbeite, Herr Ritter!“ habe ich gerufen. „Nehmt mich einfach in die Eure auf, denn das klappt ja nur, wenn man noch keine andere hat!“ Der hohe Herr ist auch darauf eingegangen. Jetzt ist Ymir-urta also ein richtiger Jäger.

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Tag des Regens (Tag 951)

Heute hat jemand von uns Landsknechten vorgeschlagen, den Umtrunk in der Taverne richtig auszuspielen, also rumzuhüpfen und Unsinn zu verzapfen als seien wir angeheitert. Ich habe mitgemacht und den Herrn Ritter nach seinem Vornamen gefragt. Ich glaube, das hat er unangemessen gefunden, denn er hat uns zwar einen Namen gesagt, aber DAS glaube ich nie im Leben! Dann wäre er ja der Bruder des Erbprinzen!

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In der Gegenwart führte Churan Alulim nicht mehr Tagebuch, wohl aber war es ihm vorgeschrieben, eine ganze Reihe von Protokollen zu führen. Als einer der „so kompetent wie nötig bei so großer Entbehrlichkeit wie möglich“ gehandelten Pioniere bereitete sich der Mann auf seinen ersten Fernraumflug vor.
Das Ziel: Die Vierte Welt, der Planet Ki.
Die Mission: Die Errichtung einer funktionierenden Kolonie, ähnlich wie in dem Computerspiel aus seiner Kindheit.
Die Probleme: So ziemlich dieselben wie damals.
Die „Spielfiguren“ (oder zumindest zwei davon):

Churan Alulim, Montaningenieur/Metallurg, Besatzungsmitglied des Fernraumschiffes „Schusar“ mit dem Ziel der Ersterkundung der Vierten Welt

Xipe-martu Alulim, ohne Ausbildung, Sträflingsnummer V 2313/00034, vorgesehen für ein Landgut auf der Vierten Welt

Nur würde ihr Abenteuer diesmal echt sein, zum Ausgleich dafür war zumindest mit dem Erscheinen des Schwarzen Kingu nicht zu rechnen.

 

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