Schnecken im Paradiesgarten (Teil 2 von 8)

„Die Menschenmacher von Dilmun“
Kapitel 1: Schnecken im Paradiesgarten

Golfinsel Edin.
2744.

Kethri Qats schwarzblaue Mu ging auf einem der Flugfelder nieder, die sich um den Edinpark herum erstreckten. Nur wenige dieser Nahverkehrshäfen boten einem Kleinraumschiff genügend Platz oder gar die für ein derartiges Monstrum notwendigen Wartungskapazitäten. Bei den meisten handelte es sich um planierte, betonierte Parkplätze, auf denen sich bestenfalls ein Wächterhäuschen, ein Waschraum und ein von abgesägten Baumstümpfen umringter Holztisch befanden. Nicht anders hatte Kethri Edin-Zehn in Erinnerung, weshalb ihm zuerst auch Protest auf der Zunge gelegen hatte, als ihn der Flugleiter hierher vermittelt hatte. Nun musste er feststellen, dass sich hier innerhalb des vergangenen Enunzyklus einiges geändert hatte. Edin-Zehn musste nun als richtiger Flughafen gelten, der sogar unteridische Hangars für extravagante Transportmittel wie Izimus „Windwandler“ zu bieten hatte.
Die schwarze Mu passierte zwei auf dem Flugfeld verankerte bunt bemalte Zeppeline, die daraufhin bedenklich hin und her schwankten. Aufgewirbelter Staub verteilte sich über mehrere am Boden geparkte Sportflugzeuge. Dann verschwand die „Windwandler“ in den Tiefen der Erde. Zwei der Sportflugzeuge erhoben sich wieder in die Luft, dafür befand sich ein weiteres Luftschiff gemählich im Anflug.
Ja, es war ein ständiges Kommen und Gehen, immerhin befand man sich hier am Rand von Enlils ganzem Stolz, dem Naturpark Edin, der mit Pflanzen aus allen Regionen Kis aufzuwarten hatte.

Kethri und seine beiden Begleiter verließen verließen die unterirdischen Parkbuchten kurz darauf über einen Lift.
Zwei Paar wasserblaue Augen nahmen ihre ersten Bilder des neuen Ki auf Der überirdische Glanz setzte sich ins Kopfhaar der Männer fort, was die beiden ungeachtet ihrer humanoiden Gesichtszüge sofort als Fremde auf dieser Welt auswies. In Asaluhi Eas Fall handelte es sich um das dunkle Blau eines tiefen Meeres, sein Halbbruder Schen Alulim hatte einen Swimmingpool-Aquamarinfarbton abbekommen, der viersonnenweit als Mädchenfarbe verschrieen war.
Was diese Augen allerdings zu sehen bekamen, war dasselbe wie zuhause im Dreisternsystem: Die Mühlen der Bürokratie, die sich auch auf Ki zuverlässig drehten.
Je nachdem, aus welcher Richtung man den Edinpark zu betreten wünschte, fungierten die Einlasstore gleichzeitig als Grenzübergänge zwischen dem Gemeinschaftsland und der Domäne des Hauses Alulim. Asaluhi stöhnte vernehmlich, als er das Wappen des Sonnenwagens am Tor entdeckte, denn die Einreiseformalitäten in Alulimterritorium gestalteten sich für einen Angehörigen des Hauses Ea nie einfach.
<Ich dachte, der Park wäre für alle da…>
<Ist er auch. Was aber nicht gleichbedeutend mit Gemeinschaftsbesitz ist.>
Kethri Qat setzte sich an die Spitze der Dreiergruppe. Seine Anwesenheit half, die Asaluhi vom Parkpersonal entgegengebrachten Schikanen auf ein Mindestmaß zu beschränken. Auch Schen kam dank Kethris Protektion mit einer nur geringen Dosis Missbilligung darüber, wie er als Untertan des Herrscherhauses sich mit einem Ea abgeben konnte, davon.
Als hätte mein Bruder damals irgendeine Wahl gehabt, dachte der Mann, was ihm eine erneute stumme Rüge seitens des Landsmannes im Zollhäuschen einbrachte. Denn er, Schen, stand sehr wohl vor der Wahl, weiterhin Umgang mit seinem Ea-Bruder zu pflegen oder nicht…

Einen verkniffenen Ausdruck im Gesicht betrat Schen mit Kethri und Asaluhi gemeinsam Enlils botanischen Garten.
<Ich spüre den Äther deutlicher als sonst>, teilte er seinen Freunden mit. <Wie eigentlich nach jedem Kälteschlaf.>
Kethri prüfte, ob der Annunaki den für ihn ungewohnten Zustand auskosten oder so schnell wie möglich zur Normalität zurückkehren wollte. Als er letzteres bestätigt fand, wechselte er zum gesprochenen Wort: „Das klingt, als würde diese Art des Reisens zur Routine für uns!“
Schen schüttelte seinen eine Woche nach dem Erwachen noch immer beinahe kahlen Schädel.
„Bloß nicht! Das Aufweckprogramm ist der reinste Horror. Irgendwo zwischen Leben und Tod… Während du in Stasis bist, weißt du´s ja nicht, aber wenn sie dich zurückholen? Da fühlt es sich an, als sei man nur ein Beifahrer im eigenen Körper!“
Asaluhi bestätigte diesen Eindruck: „Vergiss nicht, Bruder, ich verstehe genau, was in jeder einzelnen Phase sich geht!“ Der Mediziner schüttelte sich. „Ich hätte jede Abweichung sofort bemerkt, aber nichts dagegen unternehmen können…“
Asaluhi öffnete seinen lange Mantel und lies den Wind hindurchfahren.
„Egal! Jetzt bin ich hier und dafür singe ich dem Hof meinethalben auch jeden Tag das Loblied, das er sich wünscht!“
„Der Adel hat dich mehr oder weniger ins Exil in die Kolonie geschickt!“ schnaubte Schen. „Es hätte nicht viel gefehlt und sie hätten dir dein Wappen entzogen!“
„Nein, unmöglich“, widersprach Asaluhi. „Das hätte zu großes Aufsehen erregt.“
Ein Schusarveteran und verbannt? Das öffentliche Interesse an den Eridu Fünfzig war noch nicht erloschen. Fragen wären gestellt worden, deren Beantwortung zu großes Interesse auf die Ursache der Verbannung gelenkt hätte. Von Asaluhis Patientenkasse aber sollte niemand erfahren, der bisher uninformiert darüber geblieben war. Als zu staatsgefährdend, die natürliche Ordnung unterminierend, erschien seine gemeinnützige Initiative den Adligen des Reiches.
„Wie hat der Hoftag eigentlich Ea zwingen können, dir das Projekt aus der Hand zu nehmen?“ erkundigte sich Kethri. <Enki meinte nur, die Begründung sei clever gewesen, bevor er sich in Hasstiraden erging, denen mein Ätherschild nicht gewachsen war.>
„Sie haben die von den Mitglieder eingezahlten Gelder, die am Ende eines Enunzyklusses noch nicht verwendet worden waren, als Gewinne bezeichnet und damit den ganzen Prozess zu einem Wirtschaftsunternehmen definiert. Ein solches durfte natürlich nicht in den Händen eines Gemeinen verbleiben. Frau Nansche hat die Kasse übernommen. Sie wird sie gewinnbringend weiterführen, was an sich eine Verbesserung zum alten Zustand ist, aber eben nicht, was ich mir vorgestellt habe.“
Kethri Enkis Tochter nur flüchtig. Wie seine eigenen Eltern glaubte die Nefilimdame, dass jegliche Wohlfahrt nur vom Adel ausgehen durfte und eine organisierte Untertanenschaft unter allen Umständen vermieden werden musste. Zumindest aber würde Nansche Asaluhis Projekt nicht zur eigenen Bereicherung missbrauchen.

„Der Adel verliert mit jedem Schritt mehr an Boden“, bemerkte Schen.
Es hätte tröstlich geklungen, wäre den dreien nicht klar gewesen, dass die Zersetzung ihres Systems Männern wie Anu und Enlil nicht unbemerkt blieb. Noch liesen die Herrschenden ausgefallene Ideen zu, um zu beobachten, ob sie ihnen nützen mochten, doch praktisch jeden Zyklus konnte eine straffe Restaurationspolitik einsetzen. Daran wollten die drei an diesem Vormittag nicht denken, daher beendete Kethri das Thema: „Der Adel freut sich, dich aus dem Dreisternsystem fort zu haben, Sal, und du, nach Ki zurückkehren zu dürfen. Sieht für mich so aus, als gewännen da beide Seiten. Wo sind eigentlich unsere restlichen Bordkameraden untergekommen?“
Schen und Asaluhi waren ja nur zwei von fünf Neuankömmlingen, die den Schusarorden ihr eigen nannten, wenn gleich sie ihn nicht mehr täglich trugen. Auch Sukun Mon, Caishen Ubaid mit seiner Schwester und Briareos Tigâra befanden sich nun auf Ki. Asaluhi setzte Kethri auseinander wohin es die anderen drei verschlagen hatte:
Caishen würde vorerst als Holzfäller arbeiten, da Enlil den Arbeitsmarkt für Bergbauingenieure als übersättigt bezeichnete. Seine Schwester Nüwa Kumpira stand in Lohn und Brot als Tierpflegerin in der Adamuaufzucht. Beide Geschwister freuten sich auf den Umgang mit der neuen Spezies und hießen die neue politische Linie der Eridu Fünfzig einhellig gut.
Sukun hatte angekündigt, einen neuen Roman schreiben zu wollen. Seine Arbeit als Chauffeur des Ratsherren Ganesha würde ihm genügend Zeit dafür lassen. Ganesha Mon begrüßte diese Entscheidung – in den Wartepausen Ideen in ein elektronisches Notizbuch zu hämmern, erschien Sukuns Nefilimherren vernünftiger, als die Zeit mit Nichtstun zu verbummeln.
Briareos´ Ausbildung als Weltraumsoldat prädestinierte ihn für den Dienst auf Namrasit oder Nibiru. Stattdessen hatte der Annunaki das große Los gezogen, von dem viele junge Männer träumten: Er diente nun General Schamasch vom Vier Sonnen Schwadron in Sippar. Zwar beschränkte sich Briareos´ Tätigkeit auf die eines Nachtpförtners, doch das musste man den an einem schnuckligen Sipparer Kampfpiloten interessierten Mädchen ja nicht gleich beim ersten Date unter die Nase reiben…
„Das Beste, was Re passieren konnte, sag ich mal“, beendete Asaluhi seine Aufzählung. „Ich habe auch nicht vor, diesen Planeten so schnell wieder zu verlassen!“
„Ich schon“, grinste Schen. „Jeden Tag mehrmals.“
Während der Bruder eine Anstellung in Eridus Ortkrankenhaus gefunden hatte, würde Schen Alulim als kosmischer Taxifahrer zwischen Ki und Namrasit hin und her pendeln.
„Und du, Kethri?“
Auf welche Weise mehrte der junge Adlige wohl sein Vermögen, um sich als Privatperson eine Mu leisten zu können?
„Junior-Umweltminister, aber es wird nicht an die große Glocke gehängt, weil sich das nicht mit meinem Status als freilaufender Terrorist vereinbaren lässt“, gab der Jagdmeister Auskunft. „Darüberhinaus sind sich die Prinzenbrüder darüber im Klaren, dass sich ihre Beziehung jederzeit verschlechtern kann, daher halten sie mich als Vermittler und Botschafter für die kühlen Phasen auf ihrer Lohnliste. Reich in dem Sinn, wie ihn ein Fürst versteht, wird man davon allerdings nicht.“
„Scheint mir so, als bliebe dir ohnehin wenig Zeit, deinen Reichtum zu verjubeln“, bemerkte Schen. „Wenn du so eine Art einvernehmlicher Doppelagent der Prinzenbrüder bist…“

„Wenn man wenig Zeit hat, aber den ganzen Planeten sehen will“, behauptete Kethri, „muss man nach Edin kommen!“
In der Tat war es Enlil inzwischen gelungen, selbst die empfindlichste Pflanze aus dem entlegendsten Winkel des Planeten in seinem botanischen Garten anzusiedeln.
Asaluhi und Schen wanderten neben Kethri durch einen Mischwald. Zum ersten Mal nahmen sie die ganze Vielfalt des „neuen“ Ki in sich auf. Kethris einstige Befürchtungen, nach dem verheerenden Asteroideneinschlag nur noch auf Kleinstlebewesen und leicht abbaubare Bodenschätze zu stoßen, hatten sich nicht bewahrheitet. Blütenpflanzen in ungekannter Vielfalt beherrschten das Bild, Blumen, Sträucher und Bäume. Ihre Mannigfaltigkeit hatte einen ebensolchen Artenreichtum unter den bestäubenden Insekten nach sich gezogen. Da gab es die von daheim bekannten Gewitterfliegen, welche aufgrund ihrer geringen Größe als Erstbestäuber fungierten, solange eine Blüte sich noch nicht weit genug für die größeren Insektenexemplare geöffnet hatte. Ein kugeliges, mit flaumigem Pelz bedecktes Insekt, das „Brummel“ genannt wurde, schwirrte gemütlich durch die Luft. Schlanke, fregattengleiche Stechinsekten ähnlicher Färbung zickzackten an den Besuchern vorbei und natürlich waren da auch noch die Schmetterlinge, teilweise hochspezialisierte Konsumenten bestimmter Nektare und dabei so vielfältig in Form und Farbe, dass bestimmte Arten das Aussehen ihrer nächsten Generation im jahreszeitlichen Rhythmus wechselten. Führte man sich nun vor Augen, dass diese summende, sirrende und klick – klackende Vielfalt eine Stufe über den von ihnen besuchten Pflanzen in der Nahrungspyramide stand, folgte daraus, dass Kis Blütenpflanzenpopulation einen noch größeren Arten- und Variantenreichtum aufweisen musste.
Kethri gab den Freunden Zeit zum Staunen, dann weihte er sie in ein Geheimnis ein: „Wenn ihr erstmal einige Jahre hier gelebt habt, werdet ihr Wespen als Landplagen empfinden. Und es wird Früchte geben, die euch einfach nicht schmecken.“
„Ich kann es mir vorstellen“, gab Asaluhi zu. „Aber nur im Kopf, nicht im Herzen!“

„Was für ein Fest wird hier eigentlich vorbereitet?“ erkundigte sich Schen angesichts mehrerer in den Himmel steigenden Kugeln. Sie würden als Monitore für Fernsehübertragungen dienen und schwebten über der ganzen Insel. „Etwa schon Ki-Neujahr? Ein Clansjubiläum steht uns doch gar nicht bevor?“
„Keines im herkömmlichen Sinne“, berichtigte Kethri. „Die Vorbereitungen finden auf dem ganzen Planeten statt. Was genau gefeiert wird, ist geheim.“
<Schade.>
„Haus Kemet ändert sein Wappen“, fügte Kethri hinzu.
„Was?! Nicht nur die Masken, sondern das Hauswappen?“
„Und woher weißt du das, wenn es doch geheim sein soll?“
„Enki hat es mir gesagt.“
Die Halbbrüder grinsten. War also doch zumindest etwas noch wie früher.
„Haus K´met ändert sein Wappen und lässt das von Ki aus verkünden?“ vergewisserte sich Asaluhi. „Sie missachten die Vorrangstellung der Ersten und Zweiten Welt?“
Kethri nickte. Der Hoftag tolerierte K´mets Entscheidung nicht nur, sondern versprach sich davon weitere positive Publicity für die Kolonie. Der Jäger vermutete, dass die Häuser dadurch für eine neuerliche Abgabe, die Ki zugute kommen sollte, günstig gestimmt werden sollten…
„Patriarch Attis regiert sein Haus nicht nur von Ki aus, K´met verdankt dem Planeten wirklich sehr viel“, meinte der Jäger. „Sie sind an Airavata und Ansha vorbeigezogen und haben schließlich auch Bau hinter sich gelassen.“
Seinen Aufstieg verdankte das kleine Haus K´met der Landwirtschaft und klugen Investitionen, unter anderem ins Adamu – Programm. Der Erfolgskurs hielt an. Schon sah sich Shu in Bedrängnis gebracht und auch Suhurmaschs Position war gefährdet, denn die Clans T´ien und Meslam würden alles daransetzen, in der Börsentabelle nach oben auszuweichen, ehe sie sich von K´met überholen zu liesen.
Daher ersetzte der Gewitterfliegenclan sein Wappentier durch diejenige Kreatur, welche dieselbe ökologische Nische auf Ki besetzte: die Biene. Doch so logisch ver Vorgang den Eridu Fünfzig erschien, er blieb etwas Unerhörtes, das das Tagesgespräch auf lange Zeit bestimmen würde. Niemals wäre es T´ien eingefallen, den grauen Wolfshund in sein Wappen aufzunehmen, Vayu die irdischen Riesenaffen, Tigâra den Säbelzahntiger oder gar Ea die bodengebundene flügellose Schlange.
„Ich kann mir Schlimmeres vorstellen, als unser Ki ins Rampenlicht zu rücken“, meinte Schen.
Kethri beobachtete die Flugrouten der Fernsehsphären.
„Enlil wird es überhaupt nicht Recht sein, dass sich die Feier nun scheinbar auch auf seinen Park ausweitet“, sinnierte er. „Ich schätze, die Miliz muss Sonderschichten schieben – der Vizekönig nutzt die Männer nämlich nach wie vor als unterbezahlte Parkwächter aus.“

Unter einem Kastanienbaum ließen sich sie drei Parkbesucher nieder. Weniger Meter weiter befand sich es eine befestigte Sitzgruppe, die zum Rasten einlud, doch für die Ersterkunder der Neuen Welt schien sie nicht zu existieren.
Schen lies seinen Blick über die einheimischen Bäume und Sträucher schweifen. Hier und da leuchteten überreife Beeren aus dem Grün hervor. Einige Bäume hatten ihre satte grüne Farbe bereits verloren. Ihre Blätter hatten rote, gelbe und braune Farbe angenommen, so dass dieser Parkabschnitt bunter als ein Pilzwald erschien. Viele Gewächse kannte Schen von daheim, wenn auch nicht in dieser Anzahl und Vielfalt.
„Warum wächst das alles eigentlich nicht auch bei uns? Was sich in Kis kälteren Klimazonen wohlfühlt, sollte doch auf Anur erst recht bestens gedeihen!“
Kethri bereitete seine Antwort mit mit einer Gegenfrage vor: „Erinnerst du dich, wie Bakchos´ von unserer ersten Reise mitgebrachten Samen unauffindbar verschwanden?“
„Schon. Aber jetzt haben wir einen ganzen Planeten voller Nachschub direkt vor der Haustür!“
„Es wird trotzdem nicht geschehen. Vitaminfrüchte sind gesund, aber die Todesfälle durch Mangelerscheinungen sind nicht dramatisch genug, um den Preisverfall in Kauf zu nehmen, der einer Einführung von sagen wir, Obstbäumen, auf Anur folgen würde. Äpfel und Bananen wandern besser nur als teure Exportartikel nach Hause.“
Schen schüttelte verständnislos den Kopf. „Kez, ich ahnte nicht, wie berechnend du geworden bist! Man könnte meinen, deine Mutter sprechen zu hören.“
„Das hat mir Adapa erklärt“, erwiderte der Jäger. „Und auch, dass unsere von der ersten Reise mitgebrachten Samen aus genau diesem Grund auf so mysteriöse Weise verschwunden sind, während wir uns in Quarantäne befanden.“
Das leiseste Rascheln im Laub lies die drei Männer aufhorchen, zuerst Izimu, dann Schen und schließlich Asaluhi. Versuchte da ein heimlicher Lauscher, näher an die Sprechenden heran zu gelangen?
„Stellst du uns deine Freundin vor, Kez?“ erkundigte sich Asaluhi im Plauderton.
<Wenn Nurti so gut geworden ist, sich derartig nah uns ranzuschleichen, ohne bemerkt zu werden, ist sie nicht mehr meine Freundin>, antwortete Kethri auf einem offenen, weithin tragenden Kanal. <Dann ist sie endgültig ein Teil meiner Selbst geworden!>

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