Hochzeit in Dilmun (Teil 3)

„Die Menschenmacher von Dilmun“
Kapitel 3: Hochzeit in Dilmun

Am Ufer des Eridischen Golfs.
Reich der Fünfzig Namen.

Kethri Izimu Qat wanderte durch die Äcker, welche die Siedler in dieser Gegend angelegt hatten.
Ein abgeerntetes Stoppelfeld reihte sich an das nächste und Kethris Geländemotorrad stand verlassen als einziges Zeichen einer höherentwickelten Technik in der Ebene. Dumuzi hätte vehement widersprochen. Der Agrarwissenschafter – sowie im übrigen jeder Landarbeiter – hätte bereits die immense Ausdehnung der Felder als deutlichen Beweis dafür erkannt, dass diejenigen, die sie angelegt hatten, über das kupferzeitliche Dorfgesellschaftsstadium Dilmuns hinaus waren.
Im Laufen hielt Kethri seine zwölf Finger ausgestreckt und auf Armeslänge vom Körper fort, als wolle er sie in Ermangelung einer Wünschelrute als biologisches Äquivalent dazu nutzen.
Über ein Paar Ohrstecker hielt er den Kontakt zu Oannes Suhurmasch aufrecht. Immer wieder schritt der Jagdmeister das Gelände ab. Kethri testete die Stabilität seiner Sprechverbindung zur Anlegestelle, wo Oannes´ Küstenpatrolschiff auf ihn wartete. Zu diesem Zweck plauderten die beiden über Belanglosigkeiten, unschuldige Wortwechsel, die später in den Protokollen auftauchen konnten, ohne die Eridu Fünfzig zu kompromittieren und damit eine schärfere Überwachung zu provozieren, als Enlil der Gruppe derzeit zukommen lies. An irgendeinem Punkt seines Lebens würde selbst der treueste Untertan einmal „Scheißadlige!“ gesagt haben, und in den meisten Fällen würde es gerechtfertigt gewesen sein. Die wenigsten Nefilim machten sich Illusionen darüber, etwas anderes als selbstherrliche, herrschsüchtige Egoisten zu sein. Es lag in ihrer Natur, die Himmelsgötter erwarteten es von ihnen und wenn ein Gemeiner daran Anstoß nahm, so stellte das ein Problem dar, das aber nicht bei ihnen lag. Solange das Volk nur tat, was es sollte, mochte es ruhig ab und zu ein wenig Dampf ablassen. Außer natürlich, man gehörte zu jenen, die das Pech gehabt hatten, einen Raumschiffabsturz mit darauffolgendem dreißigjährigen Exil überlebt zu haben. In diesem Fall wurde jedes Wort auf die sprichwörtliche Goldwaage gelegt, die darüberhinaus auf Platin geeicht schien. So ungerecht es den Betroffenen erschien, es war etwas Wahres dran, wenn die Siedler behaupteten, dass Enlils Geheimdienst drei Umsturzversuche übersehen würde, weil damit beschäftigt war, einem Räuspern eines Schusarveteranen nachzugehen.

„Wie stellt sich eigentlich dein neuer Leichtmatrose an?“ fragte Kethri. „Oder besser: wir beide wissen, dass Amurri eine große Hilfe ist, aber ich glaube, er würde es gern mal wieder ausgesprochen hören.“
Sowohl Oannes als auch Izimu sahen mehr als ein Spiel in Puzur Amurri Qats Matrosentätigkeit. Es mochte gut sein, dass sie in dem Jüngling den zukünftigen Großadmiral Kis, den Gouverneur über den Bezirk Weltmeere, aufwachsen sahen. Puzur Amurri besaß als Fürst des achtzehnten Hauses einen halbwegs angemessenen Rang, in seinem Vetter Kethri zudem die passenden Beziehungen zur Kolonialregierung und aus seinem Herzen geboren auch die entsprechenden Fähigkeiten für diese Position.
Mehrere Kilometer entfernt lachte der Halbannunaki angesichts dieser Worte. Dort stand Puzur neben Kapitän Oannes und hörte Kethris Wortmeldungen mit. Puzurs Lachen war kein fröhliches, denn Kethris Bemerkung erinnerte den jungen Mann unagenehm an all die Unterweisungen, die er von seinen Verwandten zum Umgang mit seinen Untertanen erhielt: auch ein perfekt abgerichtetes Tier braucht ab und zu ein Tätscheln über den Pelz. Haus Qat hielt zahlreiche solcher Streicheleinheiten für sein Volk bereit, was dreisternsystemweit darüber hinweg täuschte, dass der Katzenclan keine gleichwertigen Lebewesen in seinen gut gepflegten, zufriedenen Annunaki sah. Puzur, der es auf die andere Seite des Zauns geschafft hatte, reagierte empfindlich auf jede Andeutung, seiner Biologie nach eigentlich in den Stall zu gehören.
„Ich soll dir von Maka ausrichten, dass wir über eine linke Gehirnhälfte verfügen“, antwortete er dem Vetter daher. „Die ist für die Wärme im Umgang mit den Artgenossen zuständig.“
„Die liegt bei 34,5 Grad und lässt sich steigern, wenn man die Viecher arbeiten lässt“ entgegnete Izimu.
„Oha. Wieder in dieser Stimmung? Dann übernachte doch da draußen zwischen deinen Kornkreisen!“
„Von denen ist endgültig nichts mehr zu spüren“, erklärte Kethri. „Wir können diesen Landgang beenden.“
„Na endlich! Nichts gegen außerplanmäßigen Landurlaub, aber das nächste Mal doch bitte in einer Gegend, wo auch was lebt!“
Mit diesen Worten verlies Amurri Oannes, um sich wieder seinen Pflichten an Bord zu widmen.

„Hier ist alles voller Leben“, widersprach Izimu, der ja inmitten dieses sprießenden, krabbelnden, surrenden und über den Fremdling die Näschen rümpfenden Lebens stand, Puzurs letzter Bemerkung. Seine Ausrüstung übertrug jedes Wort zuverlässig. Die Verbindung zur Küste, ob nun von einem festen Punkt oder einem Motorrad in voller Fahrt, blieb ebenso stabil wie jene zwischen Kethris Mikroelektronikring und der im Orbit befindlichen „Windwandler“. Der Besitzer hatte sein Kleinod am Vortag im Schlamm eines Entwässerungsgrabens versenkt, einem trotz seiner Leibesfülle äußerst beweglichen Feldhamster in die Backen gestopft und das Schmuckstück im Sturmkeller jener Hütte zurückgelassen, in der die Feldarbeiter während der Ernte übernachteten. Wie erwartet hatte lediglich die schwere Betonplatte des Kellers die Kommunikation gestört, nicht etwa, wie von den Siedlern befürchtet, die Landschaft selbst.
Ich würde es viel eher in den Fingerspitzen spüren, bevor die Messgeräte auch nur den kleinsten Pieps von sich geben könnten, dachte der Nefilim bei sich. Ein starker Äthersinn stellte noch immer das beste Frühwarnsystem für die Anwesenheit von Kornkreisen dar.
„Also gut. Ich mache mich jetzt auf den Rückweg!“
Kethri lief auf sein Geländemotorrad zu. Als er das Zweirad erreicht hatte, nahm er sachte den Feldhamster von der Schulter, der ihm die letzten Tage über Gesellschaft geleistet hatte. Mit den Worten <Wenn du mitwillst, bleibt dir nur diese Reisemöglichkeit hier> öffnete der Nefilim die Gepäckbox.
Nicht die ihm angedachte Unterbringung, sondern die unweigerliche Veränderung seiner Lebensumstände, verbliebe er an der Seite des Zweibeiners, ließen das Tierchen zögern. Kethri zog seinen Äthersinn zurück. Er setzte den Hamster am Boden ab und stülpte sich den Motorradhelm über den Kopf.
„Mir gefällt es auch nicht sonderlich da, wo ich hinfahre“, meinte er mehr zu sich selbst als zu dem Hamster, der ihn ohne Ätherverbindung nicht mehr verstehen konnte.

Oannes erwartete die Ankunft des Freundes am Ufer stehend. Die letzten Ablegevorbereitungen waren noch im Gange, als Kethri die Anlegestelle erreichte. Wie es schien, hatte er bereits einen neuen tierischen Begleiter angezogen: Im selben Moment, als Kethri seine Maschine bremste, lies sich eine Taube auf seiner Schulter nieder. Sie pickte gegen den Schutzhelm des Zweibeiners.
„Die hat dich seit einer ganzen Weile hartnäckig verfolgt“, bemerkte Oannes.
Kethri nahm seinen Helm ab und drehte ihn um, so dass er nun als Nest für die Taube diente.
„Ich höre mir die Nachricht an Bord an“, brummte er missmutig.
„Welche Nachricht? Willst du mir etwa einreden, dass es sich um einen Botenvogel handelt?“
Kethri schritt an der Seite des Kapitäns die Rampe hinauf, während Matrosen sein Motorrad an Bord brachten. Es gab eine Zeit, da hätte der Jäger das selbst getan, nun aber fügte sich immer öfter in die Verhältnisse. Sich selbst um das Fahrzeug zu kümmen hätte nur wieder für Ärger gesorgt, ohne irgendetwas zu bewirken. Doch lernte der Nefilim, die wichtigen Kämpfe von der Selbstdarstellung zu unterscheiden oder stumpfte er einfach nur ab? Kethri vermochte es nicht einzuschätzen.
„Es ist aber so“, entgegnete er Oannes. „Diese Vögel funktionieren ähnlich wie unsere Äthersucher. Sie finden immer wieder zu ihrem Stall zurück. Eine Taube auf den Mann zu dressieren wie einen Äthersucher kostet Mühe, ist aber nicht unmöglich. Bisher wurden nur Erfolge bei Hochadligen erzielt, allerdings scheint spezielles Talent mit Tieren mein ätherisches Defizit allerdings zu kompensieren.“
„Wenn die Dressur so aufwendig ist, kommt der Vogel gewiss von Enlil.“
„Mit einer Nachricht, die zu geheim ist, um sie dem Funk anzuvertrauen, richtig. Besser, sie endet im Magen eines Raubvogels als im virtuellen Postfach der falschen Person.“

Oannes nahm den Passagier mit zur Brücke. Dort befreite Kethri die Taube von einem winzigen, an ihrem Fuß angebrachten Haftchip, den er anschließend in einen Slot seines Ringes einsockelte. Beinahe eine Minute lang surrte das Gerät, dann leuchtete ein Lämpchen, von dem Oannes bisher nicht einmal gewusst hatte, dass es überhaupt existierte, weiß auf. Verglichen mit einem normalen Schmuckstück erschien der Mikroelektronikring des Jägers klobig, für die Funktionen, die er beinhaltete, beinahe zauberhaft winzig.
„Weiß bedeutet, der Chip ist sauber“, erklärte Kethri. Er zückte eine Pinzette und entnahm den Chip, um ihn mit einer anderen Schnittstelle zu verbinden.
„Mein Bordcomputer steht dir übrigens zur Verfügung“, bot Oannes den Jäger angesichts dieser fitzligen Arbeit an.
Kethri schüttelte den Kopf. „Im Feldeinsatz habe ich so ein Monster ja auch nicht dabei. Und überhaupt! Shushoran kann sowas in einer mondlosen Nach bei strömendem Regen – und zwar lediglich mit den Schneidezähnen!“ behauptete er.
Oannes´ amüsiertes Schnaufen verklang noch im Entstehen, als er die Stimme erkannte, die nun aus dem Ring erklang. Es handelte sich bei dem Sprecher weder um Enlil noch Schamasch, Kalkal, Nuska oder einen der anderen Vertrauten des Erbprinzen. Jedenfalls um keinen Alulimangehörigen. Wer da ganz wie in alten Zeiten Alulimpolitik kommunizierte, gehörte mittlerweile dem Schlangenclan an: Enkis zweitälteste Tochter Ninkurra.
<Ich sollte mich besser zurückziehen…> entfuhr es Oannes, unwillig, mit anzuhören, wer da wieder wen betrog oder einfach nur an Prozessen beteiligt war, die im sorgfältig kultivierten politischen Vertsändnis eines Angehörigen der niederen Entscheidungsebenen wie Betrug wirken mussten.
<Nein, bitte bleib! Ich möchte, dass jemand außer Ninkurra und mir davon hört. Als Absicherung.>

Die beiden hörten sich Ninkurras Botschaft bis zum Ende an, bevor sie auch nur ein Räuspern von sich gaben. Oannes nahm es erster das Wort an sich:
„Also gut, diese andere Angelegenheit werde ich mir einprägen, wie du es wünschst, obwohl ich kein Wort davon verstanden habe.“
„Perfekt!“ <Solange du einfach nur weißt, wo ich hin muss und Enki Bescheid sagst, sollte ich dort… aufgehalten werden.>
<Ist doch selbstverständlich, Kez..> „Aber die Bodenreform, die Frau Ninkurra da in einem Nebensatz erwähnt hat… was meinst du, lohnt es sich, das Sparschwein zu schlachten?“
Verstand Oannes das richtig, und Kethri widersprach weder in Äther, noch dem gesprochenen Wort, plante der Große An, Gleichgestellten auch noch das letzte Adelsprivileg einzuräumen, das ihnen bisher nicht zustand: Ihr Land an die nächste Generation weiter zu vererben. Oft genug wanderte Grund und Boden ohnehin in den Besitz der Kinder des verstorbenen Vorbesitzers, da sie sich das Vorkaufsrecht darauf gesichert hatten, doch eine Garantie bestand bisher nicht. Nun aber sollte es nicht nur erlaubt, sondern darüberhinaus in den Status eines Hofgesetzes erhoben werden, eines Gesetzes höchster Stufe, das verpflichtend in den eigenen Kanon jedes einzelnen Hauses zu übernehmen war.
„Ich an deiner Stelle würde das Schweinchen noch ein wenig füttern“, meinte Kethri. „Angesichts der Existenz Dilmuns wird Anu diese Erbsache nicht zu Adapas Lebzeiten legitimieren. Außerdem, mein Bester, um etwas zu vererben, benötigt man zuersteinmal Erben!“
Oannes nickte nachdenklich. Trotz aller von Enlil ausgelobten Prämien für werdende Eltern scheuten er und seine Frau sich noch immer, diesen Schritt zu gehen.
„In jedem Fall wird die Verkündung diesmal nicht Ki, sondern die Heimatwelten erschüttern“, mutmaßte Kethri. „Erwarte sie also zu einem Moment politischer Unruhe.“
„Wieso? Weil dann ohnehin nichts mehr zu verschlechtern ist?“
„Keine Ahnung. Íst nur so eine Beobachtung.“

Oannes erhielt den deutlichen Eindruck, dass sein junger Freund sich in eine Auflistung sämtlicher Vorurteile ergehen wollte, die er über Politik gehegt hatte und die sich Kethris Meinung nach seit seiner Erhebung in den Stand eines Juniorministers betätigt hatten. Das Schrillen seines Armschienentelefon löschte die entsprechende Gefühlsspur aus dem Äther, um durch freudige Überraschung ersetzt zu werden.
„Gisch-33“, las Oannes vom Display ab. „Caishen Ubaid?“
Doch zum zweiten Mal an diesem Tag sollte sich der Kapitän irren, was Kethris Kontakte anging. Der Anrufer zählte erneut zum Adel Erbet-Kibratims, wenngleich diesmal nicht dem Bund der Fünfzig Namen. Wieder einmal bedienten sich die Dilmuner über Prometos’ in die Sonderrechtszone eingeschmuggelten Telefons des Sendeturms des Holzfällerlagers.
„Kethri Izimu!“ sprach Adapa hastig, als müsse er befürchten, jederzeit von den Holzfällern entdeckt oder von Imdugud in Nippur aus dem Netz geworfen zu werden. „Ich wollte dir Abels Einladung zu seiner Hochzeit ausrichten und wünschte, das wäre der einzige Anlass für diese Kontaktaufnahme. Aber um des Friedens in Dilmun willen ist es vonnöten, Enlil dabeizuhaben. Und nicht nur das, er muss die Ehen meiner Söhne schließen. Bitte, Kez! Du hast sein Ohr, hast es stets gehabt. Wenn du jemals mein Freund warst…“
„Der Junge hat eine seltsame Art, diesen Begriff zu definieren“, knurrte Oannes. <Worin er dich damals auf Nibiru hineingezogen hat, hätte fatal für euch beide enden können.>
Kethri nickte in Oannes’ Richtung, nickte auf Adapas Worte, erinnerte sich, dass der andere ihn ja nicht sehen konnte und meinte schließlich, er wolle sehen, was sich einrichten ließe. Mehr konnte und weniger wollte er nicht versprechen.

„Manchmal sehe ich noch vor meinem inneren Auge, wie der Junge auf meiner Brücke sitzt und durch die Seekarten scrollt“, meinte Oannes versunken, nachdem wieder Ruhe auf der Brücke herrschte. „Dir lag etwas auf der Zunge, aber dann krähte Adapa dazwischen: Hier steht An, aber du hast es falsch geschrieben!“
Adapas Beobachtung entbehrte nicht einer gewissen Richtigkeit. Tatsächlich ähnelte eines der Seekartensymbole dem ersten Zeichen des modernen Alphabets frappierend: Von einem zentralen Kreis strebten sternförmig bis zu acht Strahlen verschiedener Länge in die Haupthimmelsrichtungen. Am Ende der Strahlen saßen wie Kappen kleine Dreiecke. Oannes hielt die von ihm erdachte Notation für dermaßen perfekt, dass er fürchtete, selbst tentakelbewehrte Außerirdische würden sie sofort entschlüsseln können, weil es keiner hochentwickelten Gesellschaft in Sinn kommen könnte, andere Zeichen zu verwenden. Er verdankte ihnen seinen Leutnantsrang, berühmt gemacht aber hatte Oannes nicht sein Zeichenkatalog, den Haus Suhurmasch profitabel weiterverkauft hatte, sondern der misglückte Flug in ein fremdes Sonnensystem…
„Was anders man alles durch die Augen dieses Kindes gesehen hat“, sinnierte der Kapitän.
„Dazu genügt jedes beliebige Kind“, wehrte Kethri ab, woraufhin Oannes das Thema wechselte:
„Was wolltest du mir vor all den Jahren eigentlich sagen?“
Durch die hohen Glasfenster der Brücke beobachtete der Kapitän, wie Matrosen die Leinen lösten. Mit einem rein gedanklichen Kommando setzte er die Sonnensegel seines Schiffes, ein seltenes Talent, das Mannschaft immer wieder zu Ausrufen der Bewunderung verleitete. Gleichzeitig fuhr Oannes mit der Handfläche vor dem Sensor des Bordcomputers auf und nieder, um diesen aus dem Schlummermodus zu wecken. Die Nachricht „Retinamustererkennung erfolgreich. Herzlich willkommen an Bord, Admiral Maschû!“ flimmerte über den Bildschirm, dann stürzte das Betriebssystem ab.
„Dasselbe wie heute, ‚Admiral’ “, kommentierte der Jäger, während Oannes noch verdutzt auf seine Handfäche starrte. „Besorg´ dir endlich zuverlässige Seekarten auf Karton!“
Kethri streichelte die Brieftaube. Nicht nur aus Angabe oder um Datendiebstahl auf elektronischem Weg vorzubeugen nutzten die Siedler derartige Vögel, sondern hauptsächlich, weil es sich um eine Methode handelte, die funktionierte. Auch ohne die sporadisch auftauchenden Kornkreise stellte der so nah um seine Sonne kreisende Planet Ki nicht gerade die günstigste Umwelt für den Einsatz im Dreisternsystem erfundener Elektronik dar.
Vielleicht sollten wir einfach alle wieder nach Hause fliegen, sinnierte Kethri. Doch für mich kommt derzeit Dilmun meinem Zuhause am nächsten. Ob ich Enlil tatsächlich überzeugen kann, mich dorthin zu begleiten?

 

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